Herbstausstellung des Neusser Künstler-Kreises : Die bunte Welt der Kunst

Von Florian Schmitz                                                                           WZ 23.Nov.2012

Der Künstler-Kreis (NKK) präsentiert auf seiner Herbstausstellung Werke von 63 Künstlern – von der Skulptur bis zum Akt.

Eine Elefantenkarawane aus Origami hat Rita Domgans aus Neuss hergestellt. Die Künstlerin nimmt ebenfalls an der Herbstausstellung teil.

Neuss. Während vom Vorplatz am Freitag noch die letzten Kunstwerke angeliefert wurden, halfen im Inneren des Zeughauses viele fleißige Helfer, Bilder aufzuhängen, Skulpturen aufzustellen oder Schmuck ins richtige Licht zu rücken.

Am Freitagabend begann schließlich mit einer Vernissage die Herbstausstellung des Neusser Künstler-Kreises (NKK). 63 Künstler stellen dort noch bis zum 2. Dezember rund 133 Bilder und zahlreiche weitere Kunstwerke aus. Die Besucher können die Kunst gleich vor Ort kaufen – je nach Größe muss die Mitnahme der Stücke aber noch bis zum Ende der Schau warten.

Künstler kommen aus der Stadt und aus dem Rhein-Kreis

Der NKK zeigt eine breite Vielfalt an Kunst und Kunsthandwerk. 29 Aussteller sind Vereinsmitglieder, die restlichen 34 Gastkünstler kommen aber allesamt aus dem Rhein-Kreis. Zuvor hatte eine Jury aus Vorstand und Vereinsmitgliedern die Werke ausgewählt.

Alte Bekannte wie die Neusserin Rita Domgans mit ihren zarten Origami-Stücken stellen ebenso aus wie Neulinge – darunter zum Beispiel Jacqueline Glükler aus Korschenbroich, die massive Skulpturen aus Glas und Metall anfertigt.

Mietkosten und Vorstandswahlen – Verein steht vor der Neuausrichtung

Zufällig, sagt Christa Schöppel vom NKK, hätten sich die Schwerpunkte Skulpturen und weiblicher Akt ergeben: „Das war nicht abgesprochen. Die Künstler haben einfach viele solcher Werke und Bilder eingereicht“, sagt sie. Die Skulpturen werden thematisch eingebettet neben entsprechenden anderen Kunstwerken ausgestellt.

Die Herbst-Ausstellung des Neusser Künstler-Kreises findet im Zeughaus, Markt 42, statt. Ab Samstag ist die Schau bis zum 2. Dezember täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Im Obergeschoss des Zeughauses wurde zudem eine Ecke für die Aktbilder eingerichtet. „Damit die Gäste eine harmonische und spannende Ausstellung sehen“, sagt Christa Schöppel. Die Besucher können durch eine kleine Umfrage Rückmeldung geben, wie ihnen die Schau gefallen hat.

Die 4000 Euro teure Miete für das Zeughaus trägt der Verein in diesem Jahr – auch mit Hilfe von Spenden und Sponsoren – noch selbst. „Wenn die Förderung der Stadt weiterhin unterbleibt, kann sich der Verein das Zeughaus als Ausstellungsort zukünftig nicht mehr leisten“, stellt Schöppel allerdings klar.

Auch intern steht der NKK vor einer Neuorientierung. Nach dem Tod der ersten Vorsitzenden, Rita Hau, sucht der Verein für die Vorstandswahlen im Frühjahr einen Nachfolger.

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